So funktioniert der Schutz vor Enkeltrick & Haustür Trickbetrug Haustür Trickbetrug – so schützen Sie sich gegen Enkeltrick & Co.

Trickbetrüger machen sich die Hilfsbereitschaft anderer Menschen zunutze, um sich zu bereichern. Opfer sind meist ältere Menschen und Senioren, die mit dem berüchtigten Enkeltrick an der Haustür in die Betrugsfalle gelockt werden. Wir verraten die bekanntesten Haustür Betrugsmaschen, vom Enkeltrick bis zum Nachbartrick. Außerdem geben wir Tipps, wie sich Hausbewohner vor einem Haustür Trickbetrug und Überfall effektiv schützen können.

Die ABUS Türkette SK78 ist abschließbar, so dass z. B. Kinder von innen Trickbetrügern nicht die Haustür öffnen können

Schutz vor Haustür Trickbetrug, Corona-Falle, Enkeltrick & Co.

Die Tricks der Betrüger werden immer dreister und ausgeklügelter. Insbesondere aktuelle Ereignisse wie die Corona Pandemie, die Menschen verunsichern, werden schnell in neue Betrugsmaschen umgesetzt. Doch das Prinzip eines Haustür Trickbetrugs ist immer gleich: Ein Unbekannter gibt sich als vertrauenswürdige oder hilfsbedürftige Person aus und will die Haustür Barriere überwinden. Dieses Einfallstor gilt es deshalb in einem ersten Schritt besonders abzusichern. Das und ein gesundes Misstrauen Fremden gegenüber sind der beste Garant, Trickbetrüger auf Abstand zu halten.

Haustür Trickbetrug – die häufigsten Haustür-Betrugsmaschen im Überblick

Der Trickbetrug an der Haustür ist für Verbrecher ein einfacher Weg, um schnell an das hart erarbeitete oder gesparte Geld heranzukommen. Insbesondere Senioren haben Betrüger dabei oft im Visier.

Häufig treten Haustür Trickbetrüger auch zu zweit in Erscheinung. Einmal in der Wohnung, beschäftigt eine Person den Hausbewohner, während der Komplize unter einem Vorwand das Gespräch verlässt und in der Wohnung auf Beutesuche geht.

Häufige Haustür Betrugsmaschen:

  • Enkeltrick – Die Betrüger rufen das Opfer an und geben sich als Enkel oder nahen Verwandten aus, der sich in einer Notlage befindet und Bargeld benötigt. Ein Freund oder Vertrauter des Enkels oder der Enkelin wird dann vorbeigeschickt, um das Bargeld an der Haustür in Empfang zu nehmen.
  • Corona Falle – Besonders perfide ist die Corona Falle. Hier klingeln Fremde mit Schutzanzug und Maske an der Haustür und geben sich als Vertreter einer Gesundheitsbehörde aus. Eine andere Variante ähnelt dem Enkel-Trick: Hier geben sich die Betrüger telefonisch als infizierte Verwandte aus, die finanzielle Unterstützung für eine Behandlung benötigen.
  • Amtsträger – Hier geben sich die Täter z. B. als Polizisten aus, die vor Betrügern warnen und deshalb zum Schutz einen Kollegen schicken wollen, der die Wertsachen in Empfang nimmt. Häufiges Betrugs-Indiz: Die Opfer werden aufgefordert, nicht über den Einsatz zu reden, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
  • Abo-Falle – Die Person soll an der Haustür eine Zeitschrift abonnieren oder eine Mitgliedschaft für einen wohltätigen Verein eingehen. Das Opfer soll dabei in finanzielle Vorleistung gehen und z. B. einen Teilbetrag bereits in bar bezahlen.
  • Haustürgeschäft – Die Betrugsmasche bei angeblichen Haustürgeschäften ist es, für den Kauf eines Produktes eine Anzahlung in bar zu leisten. Der Trick funktioniert wie die Abo-Falle.
  • Falscher Handwerker – Ein oder mehrere als Handwerker verkleidete Personen klingeln an der Haustür und müssen z. B. im Auftrag des Vermieters Leitungen überprüfen. Oder man fragt, ob man kurz einen Anschluss überprüfen könne, da man gerade beim Nachbarn tätig sei und bauliche Eigenschaften vergleichen möchte.
  • Schlüsseltrick – Der Betrüger gibt sich als neuer Nachbar aus, der sich ausgeschlossen habe und nun dringend Bargeld für einen Schlüsseldienst benötige.
  • Toilette – Täterinnen verkleiden sich als Schwangere und fragen an der Haustür, ob sie kurz die Toilette benutzen dürften oder ein Glas Wasser haben könnten.
  • Falschgeld – ähnlich dem Amtsträger-Trick, geben sich die Betrüger hier oft als Polizisten aus, welche Bargeldbestände auf Falschgeld überprüfen müssten.

Das Schlimme an den Haustür Betrügern: Einmal in der Wohnung ist die Eskalationsstufe vom Trickbetrug zum Überfall nur sehr niedrig. Kommt der Betrug nicht zum Erfolg, kann es vorkommen, dass die Täter Nötigung oder körperliche Gewalt anwenden, um an Wertsachen oder Geld zu kommen.

Haustür Trickbetrüger – So verhalten Sie sich im Ernstfall richtig

Doch was tun, wenn plötzlich ein telefonischer Hilferuf eingeht oder eine fremde Person vor der Haustür steht? Folgende Tipps helfen Ihnen dabei, Betrüger abzuwehren und Überfälle an der Haustüre zu vermeiden:

  1. Öffnen Sie Unbekannten niemals ganz die Tür und bitten Sie Fremde nicht in die Wohnung.
  2. Fordern Sie fremde Personen, die sich an der Haustür als Amtsträger ausgeben auf, sich auszuweisen und fragen Sie nach der Dienststelle. Polizisten identifizieren sich zusätzlich mittels Polizeimarke.
  3. Gibt die fremde Person an, im Auftrag eines Verwandten mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, rufen Sie bei dem Verwandten an, unter der Telefonnummer, unter der Sie auch sonst mit ihm telefonisch in Kontakt treten.
  4. Machen Sie unbekannten Personen niemals Angaben zu ihren Finanzen oder in der Wohnung gelagerten Wertgegenständen.
  5. Wenn Sie die Person oder Situation überfordert, wählen Sie telefonisch den Polizeinotruf unter der Telefon-Nummer 110 an.
  6. Sichern Sie Ihre Haustür gegen unbefugtes Betreten ab. Verhindern Sie, dass unbekannte Personen ohne Ihre Erlaubnis die Wohnung betreten können.

Haustür sichern mit Digitaltechnik – Schutz vor Trickbetrügern und Überfall

Ob ein Trickbetrug telefonisch vorbereitet wird oder nicht, Ziel der Betrüger und Räuber ist es immer, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen, um auf Wertsachen und Geld zugreifen zu können. Dank intelligenter Technik ist es jedoch möglich, unbefugte Personen bereits vor der Haustüre abzuwehren, ohne überhaupt erst die Wohnungstür öffnen zu müssen.

Mit der ABUS Video Türsprechanlage PPPIC35520 muss die Haustür nicht mehr erst geöffnet werden, um Besucher zu identifizieren

Folgende digitale Schutzmaßnahmen schützen vor Trickbetrügern und Überfällen:

  • Mit einer Video-Türsprechanlage kann der Hausbewohner z. B. auf dem Smartphone sehen, wer sich vor der Haustür befindet. Wichtig ist, dass die Lösung über eine gute Auflösung sowie ein 2-Wege-Kommunikationssystem verfügt. Das bedeutet, der Nutzer kann sich über einen eingebauten Lautsprecher mit dem Besucher unterhalten, ohne die Tür öffnen zu müssen. Die ABUS Smart Security World Video-Türsprechanlage vereint Videoübertragung in Full-HD-Qualität und Gegensprechanlage in einem Gerät. Nutzer können sich über einen Klingelton oder eine automatische Push-Mitteilung auf dem Smartphone benachrichtigen lassen, sobald Besuch vor der Tür steht.
  • Wer nach einem vollumfänglichen Schutz für sein Haus oder Anwesen sucht, sollte auch die Anschaffung einer Alarmanlage wie der ABUS Smartvest Funkalarmanlage ins Auge fassen. Diese lässt sich zum Beispiel mit der vorgenannten ABUS Video-Türsprechanlage oder der Outdoor-Überwachungskameras ABUS Smart Security World WLAN Lichtkamera mit integriertem Flutlicht kombinieren. Der Vorteil: Mit einer Funkalarmanlage können Nutzer hilfreiche Szenen erstellen, zum Beispiel das Auslösen einer Sirene.
  • Leben Senioren im Haushalt, kann über ein intelligentes Türschlosssystem wie ABUS wAppLoxx und der ABUS Smartvest Funkalarmanlage das Öffnen der Tür auch an die betreuende Kinder übergeben werden, selbst wenn sich diese nicht in der Wohnung befinden. Diese werden dann zum Beispiel von der Alarmanlage benachrichtigt, sobald sich jemand vor der Tür aufhält. Sohn oder Tochter können so via IP-Kamera nachsehen, wer es ist und sich dann mit den im Haus lebenden Eltern oder Großeltern in Verbindung setzen und diese davor warnen, die Tür zu öffnen.

Die Beispiele zeigen, wie sehr smarte Systeme dabei helfen, Trickbetrüger erst gar nicht in die Reichweite ihrer Opfer gelangen zu lassen. Mit den richtigen Maßnahmen sind selbst allein lebende Senioren, die zu den bevorzugten Zielen der Betrüger zählen, damit geschützt.

Haustür sichern mit mechanischem Schutz vor Trickbetrügern und Überfall

Neben der neuen smarten Digitaltechnik greifen nach wie vor mechanische Schutzmechanismen, um die Türsicherheit vor Trickbetrügern und Überfällen signifikant zu erhöhen. Ziel ist es auch hier, fremden Personen den Zutritt zur Wohnung zu verwehren.

Das ABUS Tür-Zusatzschloss 7035 mit Sperrbügel verhindert, dass Trickbetrüger einen Fuß in die Tür stellen können

Folgende mechanische Schutzmaßnahmen schützen vor Trickbetrügern und Überfällen:

  • Eines der wichtigsten Schutzmechanismen der Haustür vor Betrügern ist die Türkette. Diese sollte aus gehärtetem Stahl bestehen und abschließbar sein. Die ABUS Türkette SK79 bietet einen guten „Kinderschutz“, so dass zum Beispiel Kinder oder gutmütige Senioren nicht einfach den Kettenschutz entriegeln können, wenn dieser abgesperrt ist.
  • Eine Gefahr, die bei der Türkette besteht, ist, dass Haustür Trickbetrüger einen Fuß zwischen Tür und Türrahmen stellen, oder die Haustür bei einem Überfall auftreten können. Mit einem Zusatzschloss mit Sperrbügel lässt sich diese Schwachstelle beheben. Das ABUS Modell 7035 bietet hier einen effektiven Schutz mit einem Druckwiderstand von über 1 Tonne. Dank Sperrbügel können Bewohner die Haustür einen spaltbreit öffnen, um sich mit der Person vor der Tür unterhalten zu können.
  • Einen hohen Stellenwert im umfassenden Programm mechanischer Sicherheitseinrichtungen besitzen die ABUS Panzerriegel zur Türsicherung. Die zu sichernde Tür wird über die ganze Breite auf der Schloss- und der Scharnierseite geschützt. So erzielen Sie mit einem Panzerriegel optimalen Widerstand gegen gewaltsame Aufbruchversuche. Die Modelle PR2700 und PR2800 sind dabei mit Sperrbügel erhältlich.

Ob Türkette, Tür-Zusatzschloss oder Panzerriegel: Die Nachrüstung der Haustür mit einem der beiden Sicherheitslösungen ist allen zu empfehlen, die das Risiko eines Trickbetrugs für sich selbst oder nahestehende Personen minimieren wollen. So lässt sich bereits durch kleine Investitionen die Türsicherheit enorm verbessern.

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Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.