Das sind die besten Möglichkeiten zum Smart Home nachrüsten Smart Home für jedermann dank 5 günstiger Nachrüstlösungen

Komfort, Sicherheit und Energieffizienz gehen bei der Smart Home Planung oft mit hohen Kosten einher. Das muss aber nicht sein: Mit nur fünf Maßnahmen lassen sich fast alle elektrischen Geräte smart nachrüsten und in das intelligente Zuhause einbinden. Wir zeigen, wie es geht und was es dabei zu beachten gibt.

Schon für wenig Geld lässt sich das Zuhause automatisieren

DIY Smart Home für jedermann: So kann es funktionieren

Unsere Experten wissen nicht nur, wie man für weniger als 200 Euro ein Smart Home einrichtet oder die Hausautomation als Wochenendprojekt umsetzt, sie kennen auch viele Tricks, um bei der individuellen Nachrüstung viel Geld zu sparen.

In Folgenden fassen wir verschiedene Möglichkeiten zusammen, mit denen sich normale Geräte intelligent und günstig nachrüsten lassen. So kann jeder Interessierte unverbindlich beliebte Smart-Home-Funktionen ausprobieren. Wichtig dabei: Wer die genannten Produkt-Kategorien auch untereinander vernetzen will, sollte unbedingt die am Ende des Artikels zusammengefassten Tipps berücksichtigen.

Smart Home Nachrüstmöglichkeit 1: Switchbot "Knopfdrücker"

Dieser kleine Helfer wird einfach an einen Schalter geklebt und drückt bei Bedarf ferngesteuert Tasten, Schalter, Knöpfe oder Buttons. Da er über einen optional erhältlichen Hub mit verschiedenen Sprachassistenten kompatibel ist, hören mit dem Switchbot z.B. auf Wunsch auch elektrische Rollläden auf Zuruf.

Die manuelle Bedienung des jeweiligen Schalters bleibt dabei weiterhin ohne Einschränkungen möglich, da SwitchBot sein „Ärmchen“ nur bei Aufforderung ausfährt und nach dem Betätigen des Schalters wieder einzieht. 

Nachrüstlösung SwitchBot im Kurzüberblick
Alle wichtigen Informationen zum smarten Knopfdrücker haben wir im Funktionsüberblick nochmals zusammengefasst:

 SwitchBot
Einsatzbereichefür alle Geräte mit Knopf- oder Kippschalter geeignet, z.B. Garagentore, Kaffeemaschinen oder Lichtschalter
Sonder-funktionen
  • In Kombination mit einem SwitchBot Hub auch Alexa, Google Assistant, Siri und IFTTT kompatibel
  • Timer per App einrichtbar
Einschränkungender maximale Schwenkwinkel von SwitchBot beträgt 135 Grad, eingesetzt werden kann er nur auf geraden Schaltern

Nachrüst-Kosten:
Der SwitchBot ist ab 25 Euro im Handel erhältlich, der dazu passende SwitchBot Hub Plus ab etwa 45 Euro.

Smart Home Nachrüstmöglichkeit 2: WLAN- bzw. Funksteckdose

Wer sich zum ersten Mal mit der Hausautomation auseinander setzt, stößt schnell auf den Begriff Funksteckdose (engl. Smart Plug). Sie funktioniert ähnlich, wie ein klassischer Zwischenstecker, doch statt einer Fernbedienung oder einem Timer-Schalter am Gerät stehen hier App oder Sprachsteuerung zur Wahl. Die Einrichtung eines Timers bleibt dabei natürlich weiterhin möglich.

Funksteckdosen haben den Vorteil, dass sie nahezu jedes Haushaltsgerät mit einem klassischen Stecker via Funk ferngesteuert an- oder ausschalten können. Darüber hinaus sind sie für die meisten gängigen Funkstandards erhältlich. Es gibt z.B. WLAN-Steckdosen oder solche mit den Smart Home Funkstandards ZigBee-, Z-Wave- oder DECT. Nicht zuletzt überzeugen die meisten Funksteckdosen, unter denen es übrigens auch Outdoor-Modelle gibt, mit einem moderaten Preis.

Nachrüstlösung Funksteckdose im Kurzüberblick
Alle wichtigen Informationen zu smarten Funksteckdosen haben wir im Funktionsüberblick nochmals zusammengefasst:

 Funksteckdose
EinsatzbereicheMusikanlagen, Radios, Lampen, Ventilatoren u.v.m.
Sonderfunktionen
  • Meistens Timer programmierbar
  • Viele via Alexa/ Google Assistant sprachsteuerbar
  • Einige Modelle messen den Energieverbrauch
  • Z. B. mit WLAN-, Bluetooth, ZigBee-, Z-Wave oder DECT Funkstandard
Einschränkungennicht zum Dimmen von Lampen geeignet, je nach gewähltem Funkstandard unterschiedlich hohe Kompatibilität zu anderen Smart Home Lösungen

Kosten Funksteckdosen
Günstige Modelle aus China sind schon ab 10 Euro erhältlich, halten aber meist nur maximal 10 Ampere Maximalbelastung aus und verfügen oft über keine gute Verarbeitungsqualität. Wir empfehlen daher mindestes 15-20 Euro in eine Funksteckdose zu investieren. Unser Favorit, TP-Link HS110, kann sogar den Energieverbrauch angeschlossener Gerät messen und ist mit bis zu 16 Ampere belastbar. Zudem lässt sich diese WLAN-Steckdose auf Wunsch mit Alexa oder Google Assistant steuern.

Smart Home Nachrüstmöglichkeit 3: Smartes Thermostat

Automationslösungen zum selbst Nachrüsten gibt es sowohl für Fußbodenheizungen als auch für klassische Heizkörper- oder Wandthermostate. Am einfachsten ist es den Drehregler an einem normalen Heizkörper durch eine smarte Version zu ersetzen. Je nach gewähltem Modell ist anschließend entweder eine App-Steuerung oder auch die Bedienung mit Sprachbefehlen möglich.

Nachrüstlösung Thermostat im Kurzüberblick
Alle wichtigen Informationen zur Hausautomation mithilfe von smarten Thermostaten haben wir im Funktionsüberblick nochmals zusammengefasst:

 Funk-Thermostate
EinsatzbereicheWand- oder Heizkörper, Fußbodenheizung
Besonderheiten
  • Manche mit Geofencing Modus oder Fenster-offen-Erkennung
  • Sprach- oder Appsteuerung
  • Verschiedene Funkstandards (z.B. ZigBee) verfügbar
EinschränkungenKompatibilität abhängig vom Hersteller

Funkthermostat Kosten
Zu den günstigsten Funkthermostaten gehört Eqiva Bluetooth-Thermostat N mit Appsteuerung für rund 20 Euro. Es ist mit Heizkörpern der meisten gängigen Hersteller kompatibel und kann montiert werden, ohne dafür Wasser ablassen zu müssen. Bedienbar ist das Eqiva Thermostat bequem per App.

Wer eine umfangreiche Vernetzung mit weiteren Smart Home Geräten und Alexa Sprachsteuerung wünscht, dem empfehlen wir das tado° System mit Bridge (Smart Home Zentrale). Dafür fallen allerdings sehr viel höhere Kosten an. 

Smart Home Nachrüstmöglichkeit 4: WLAN-Glühbirne

Lampen zu finden, die perfekt zur eigenen Einrichtung passen, ist manchmal gar nicht so einfach. Zudem fallen die Kosten dafür meist nicht gerade gering aus. Gut, dass es smarte Glühbirnen für alle gängigen Lampenfassungen gibt. D.h. für die am meisten verwendete E27 Fassung, ebenso wie für E14 Kerzenfassungen oder GU10 Deckenspots. Werden die intelligenten Glühbirnen in eine normale Lampe integriert, ist diese anschließend mit der App oder sogar dem Smart Home System des Herstellers fernsteuerbar.

Ebenso wie bei Funksteckdosen oder Thermostaten stehen auch bei smarten Lampen unterschiedliche Vernetzungsmöglichkeiten zur Auswahl. Wer noch kein Smart Home System besitzt, an dessen Funkstandard er gebunden ist, kann mit einer WLAN-Lampe direkt loslegen. Die Installation einer Zentrale ist dafür nicht nötig.

Allen, die viele Lampen zu Beleuchtungsszenen kombinieren möchten, empfehlen wir aufgrund der einfacheren Handhabung jedoch zu Bulbs desselben Herstellers zu greifen und diese über eine Zentrale zu verbinden. Gut geeignet ist dafür z.B. z.B.Philips Hue. Dafür fallen allerdings sehr viel höhere Kosten an.

Lampen-Nachrüstung im Kurzüberblick
Alle wichtigen Informationen zur Lampen-Vernetzung über smarte Leuchtmittel haben wir im Funktionsüberblick nochmals zusammengefasst:

 WLAN-Lampen
Einsatzbereichein Decken- oder Stehlampen
Besonderheiten
  • Dimmfunktion
  • App- oder Sprachsteuerung
  • Timer
Einschränkungenmeist nicht für Outdoor-Einsatz gedacht, Heimnetzwerk kann bei sehr vielen WLAN-Lampen überlastet werden

Smart Home Lampen nachrüsten - so viel kostet es
Günstige WLAN-Lampen, z.B. von Yeelight, sind bereits ab 15 Euro erhältlich.

Smart Home Nachrüstmöglichkeit 5: Shelly Unterputzmodul

Bei Shelly handelt es sich um eine beliebte Bastler-Lösung, mit der Schalter „unsichtbar“ nachgerüstet werden können, weil hier eine Unterputzmontage erfolgt. Da zur Installation des Unterputz-Relais-Schalter jedoch Fachkenntnis im Umgang mit stromführenden Leitungen nötig ist, empfehlen wir diese von einem Fachmann durchführen zu lassen. Die anschließende Vernetzung ist auch von Nicht-Elektrikern machbar und ermöglicht die Steuerung von Elektrogeräten bis zu einer Maximallast von 16 Ampere. Ob die kostenlose Cloud-Funktion genutzt wird oder nicht, bleibt jedem Anwender selbst überlassen.

Shelly Vernetzung im Kurzüberblick
Welche Faktoren bei der Hausautomation mit einem Shelly Modul zu beachten sind, haben wir hier am Beispiel des Shelly 1 One Schalter zusammengefasst:

 Shelly 1-Kanal Schalter
EinsatzbereicheLichtschalter, elektrische Rolläden, Garagentorantriebe u.v.m.
Besonderheiten
  • Über Amazon Alexa/ Google Home / Siri (HomeKit) sprachsteuerbar
  • Kostenlose mobile Shelly App zur Fernsteuerung
  • Open Source
EinschränkungenInstallation durch Fachmann empfohlen, Mindest-Montageöffnung: Ø 50mm, Maximale Schaltlast: 16 A

Shelly Kosten
Die günstigste Variante ist ab etwa 15 Euro erhältlich.

Was gibt es bei der Vernetzung zu beachten?

Wenn nicht nur einzelne Bereiche bzw. Geräte automatisiert werden sollen, sondern die umfassende Vernetzung gewünscht wird, sollte vorher geprüft werden, ob alle ausgesuchten Geräte mit der gleichen Zentrale/ App oder Sprachassistenten kompatibel sind. Außerdem ist ein einheitlicher Funkstandard wichtig. Welche Fehler Einsteiger sonst noch vermeiden sollten, verrät unsere Übersicht der 5 häufigsten Anfängerfehler.

Hilfestellung bei der Planung größerer Smart Home Projekte finden Sie hier:
Smart Home richtig planen in 5 Schritten - so geht's
Altbau zum Smart Home nachrüsten: Wichtige Maßnahmen im Überblick
Smart Home im Neubau: Intelligent von Anfang an

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem intelligente Haushalts-Gadgets und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.