Tests und Bewertungen zum Nuki Türschloss für HomeKit, Alexa & Co Nuki Smart Lock Test-Überblick: WLAN-Türschloss im Vergleich

Türen, die sich ohne Berührung per Sensorsteuerung öffnen, kennt jeder. Das Nuki Smart Lock kann jedoch viel mehr: Es unterscheidet beispielsweise zwischen befugten und unbefugten Personen, öffnet die Tür mittels Geofencing schon beim Näherkommen und lässt sich über die Nuki Bridge per WLAN auch unterwegs bedienen. Neben der Steuerung mittels Smartphone-App ist auch der Nuki Fob als Schlüsselersatz möglich, außerdem kann ein Nuki Keypad verwendet werden. Mit Bluetooth 5 und Kompatibilität zu HomeKit, Alexa, Google Assistant, IFTTT und ZigBee lässt sich dieses smarte Türschloss in jedes Zuhause integrieren. Wir verraten, wie einfach sich das Nuki Smart Lock nachrüsten lässt, wie es funktioniert und wie das elektronische Türschloss in Tests abgeschnitten hat. 

Nuki Smart Lock 2.0: Das elektronische Türschloss erkennt mittels Magnet auch, ob die Tür offen steht

Diese Vorteile bietet das Nuki Türschloss im Smart Home

Der Name Nuki leitet sich aus dem Hauptmerkmal des Schlosses ab - es kommt ohne Schlüssel, aus - also "no key". Die Tür kann mit dem Bluetooth-Schloss auf Knopfdruck in wenigen Sekunden mit dem Smartphone geöffnet oder verriegelt werden. Alternativ bietet sich der Nuki Fob als Schlüsselersatz etwa für Kinder an, das Nuki Keypad gewährt Zugang nach Eingabe des korrekten Zahlencodes. Der Keyturner, ein batteriebetriebener Schlüsseldreher, ist das zentrale Element von Nuki. Er wird an der Tür-Innenseite angebracht und übernimmt das Drehen des Schlüssels. Da er auch Schlossfallen ziehen kann, ist er sogar für Knauftüren geeignet - nicht viele WLAN-Türschlösser schaffen das. Außerdem kann der Keyturner auf alle Europrofil-Zylinder mit wenigen Handgriffen angebracht werden.

Geofencing und digitale Zugangsberechtigungen

Auf Wunsch reagiert das Nuki Schloss automatisch auf herannahende Bewohner, sodass die Tür entriegelt wird, wenn sich das oder die Eingabegeräte in einem näheren Umkreis befinden. Mittels Geofencing öffnet sich dann die Tür ganz ohne Knopfdruck, Schlüsselsuche oder Klingeln. Über die Nuki-App können Berechtigungen an Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Nachbarn und externe Dienstleister wie die Putzfrau vergeben werden - individuell wird eine einmalige, dauerhafte oder mit Zeitlimit versehene Zugangsberechtigung erteilt. Für ein Nuki Smart Lock lassen sich bis zu 200 Berechtigungen erstellen.

Türsensor überprüft Status von Schloss und Tür

Nicht nur der Status des Türschlosses, also verriegelt oder entriegelt, wird bei Nuki 2.0 festgestellt und per App angezeigt: Ein Türsensor, der am Türrahmen angebracht wird, zeigt nun zusätzlich an, ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist. Auch das sehen Nutzer von unterwegs über die App - schließlich bringt es nichts, das elektronische Türschloss von unterwegs aus zu verriegeln, wenn die Haustür noch offensteht.

Sicherheit geht beim Nuki Smart Lock vor

Auch ein Smartphone oder Tablet kann natürlich verloren gehen oder gestohlen werden. Diese Tatsache haben die Hersteller sehr wohl bedacht und eine Lösung gefunden - der Zugang wird in einem solchen Fall über ein anderes Gerät mit Zugriffsberechtigung hergestellt. Alternativ kann der klassische Ersatzschlüssel helfen. Und noch eine dritte Möglichkeit bieten die Schlüsselexperten von Nuki: Statt den Schlüsseldienst zu rufen, kann ein Telefonat mit der Hotline Abhilfe schaffen. Das Türschloss wird nach der Abfrage der festgelegten Sicherheitsdetails geöffnet. Die Steuerung des Schlosses funktioniert per Bluetooth oder Wi-Fi.

Nuki ist kompatibel mit HomeKit und Co.

Kompatibel ist die Nuki-App mit iOS (ab Version 8) und Android (ab Version 4.4), außerdem mit HomeKit, Alexa, Google Assistant, ZigBee und IFTTT - es integriert sich also nahtlos in jedes Smart Home. Besonders die HomeKit-Kompatibilität zeichnet Nuki aus: das smarte Türschloss lässt sich in Apples Smart Home-System einbinden und per iPhone steuern, bietet weiteren Bewohnern ohne iPhone jedoch die Bedienungsmöglichkeit über Android via Nuki-App. Über die Möglichkeiten des Nuki Smart Lock mit HomeKit gibt es eine eigene Info-Seite.

Das Nuki Smart Lock 2.0 ist via Apple HomeKit auch mit weiteren Smart Home Geräten kompatibel

 

Nuki Smart Lock 2.0 - Funktionen des elektrischen Türschlosses

Wie die meisten elektronischen Türschlösser kann Nuki Smart Lock die Tür schlüsselfrei ver- und entriegeln - beispielsweise einfach per Wischen über den entsprechenden Screen der App. Darüber hinaus wartet das WLAN-Türschloss aber noch mit folgenden Features auf:

  • Auto Unlock: Die Auto Unlock-Funktion Auto Unlock ermöglicht das Aufsperren der Tür, ohne auch nur das Smartphone aus der Tasche nehmen zu müssen. Nuki Smart Lock nutzt dafür den GPS-Standort, Geofencing und Bluetooth. So erkennt das Nuki Türschloss, wenn ein Bewohner das Zuhause verlässt und wiederkehrt. Erfasst der Scan der Nuki-App das Türschloss, weil es nahe genug an dessen Bluetooth-Reichweite herangekommen ist, wird das Schloss entriegelt und man muss nur noch eintreten.
  • Lock'n'Go: Mit dieser Funktion können Bewohner das Schloss durch einfaches Tippen auf den Button von innen verriegeln. Noch praktischer ist das Lock'n'Go-Feature beim Verlassen des Hauses - mit zweimaligem Tippen wird das smarte Türschloss entriegelt, man geht durch die Tür und nach 20 Sekunden verriegelt sich Nuki automatisch wieder - ganz ohne Schlüsselchaos und Mitdenken.
  • Zutrittsberechtigungen: Hier können per App bis zu 200 Zutrittsberechtigungen per Nuki Smart Lock vergeben und verwaltet werden - für einmaligen, dauerhaften oder zeitlich limitierten Zugang.
  • Sperrprotokoll: Diese Funktion listet alle getätigten Sperr- und Öffnungsbefehle auf, sodass immer nachvollzogen werden kann, wer Zugang zum Zuhause hatte und mit wessen Berechtigung.
Die Nuki App ermöglicht Auto Unlock, Lock'n'Go und die Verwaltung von bis zu 200 Zutrittsberechtigungen

Nuki Smart Lock und Zubehör im Überblick

Nuki Smart Lock: Das elektronische Türschloss macht das Smartphone zum intelligenten Schlüssel. Die Kommunikation zum Smartphone erfolgt per Bluetooth 5 und gewährt dadurch eine für Smart Home-Anwendungen ungewöhnlich große Reichweite. Zur Stromversorgung sind vier AA-Batterien im Lieferumfang enthalten.

Falls die Batterien ausgewechselt werden müssen, meldet sich das Nuki Schließsystem automatisch

 

Nuki Bridge: Mit der Nuki Bridge lassen sich die Nuki Smart Locks nicht nur lokal, sondern auch unterwegs über das Internet verwalten. Die Bridge verbindet sich ebenfalls per Bluetooth mit dem Schloss und nutzt zur Stromversorgung ein integriertes 220 V-Netzteil.

Die Nuki Bridge ist eine praktische Erweiterung zur Online-Verwaltung von Zutrittsberechtigungen

 

Nuki Fob: Dieser handliche kleine Transponder ist vor allem für Senioren oder Kinder eine gute Alternative zum Smartphone. Als Fernbedienung öffnet er die Haustür auf Knopfdruck. Erhältlich ist der Nuki Fob Bluetooth Türöffner in der neueren Version als eckiges Modell mit Bluetooth 5. Laut Hersteller soll die Reichweite hiermit 600 % höher sein als die der alten, runden Fernbedienung. Zudem ist der neue Nuki Fob wasserrestistent und steuert bis zu hundert Smart Locks.

Das Nuki Smart Lock 2.0 lässt sich per Smartphone, Fob, Keypad oder Siri Sprachbefehlen bedienen

 

Installation und Inbetriebnahme Nuki Lock Türschloss

Ob das vorhandene Türschloss im Zuhause sich mit Nuki Smart Lock nachrüsten lässt, ist auf der entsprechenden Nuki-Infoseite zu überprüfen. Um das elektronische Türschloss auf das bestehende Smart Home anzupassen oder als Einzellösung zu installieren, wird das Nuki Smart Lock dann mit nur 3 Schrauben am Schließzylinder befestigt. Bei alten Türen könnte es sein, dass gebohrt werden muss, bei aktuellen Schlössern bleibt dies erspart. Während des Anbaus kann es dazu kommen, dass einige Teile gekürzt werden müssen. Das smarte Türschloss wird auf der Innenseite der Tür befestigt, sodass nur autorisierte Personen Zutritt erhalten und es vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

Das Nuki Smart Lock ist ohne viel Aufwand installierbar

Nach der Installation wird das Gerät mit dem Smartphone oder Tablet gepairt. Der Bewohner gibt als Administrator an, wer eine Zutrittsberechtigung erhält und kann diese künftig über die Nuki-App verwalten. Eine Verbindung zu anderen Smart Home-Systemen sowie zur mobilen Nutzung per Smartphone-App wird über die Nuki Bridge hergestellt.

Was ist kompatibel mit einer Nuki Smart Lock Schließanlage?

  • Amazon Echo Lautsprecher / Alexa: Die Verbindung zu Amazons Sprachsteuerung erfolgt über den Nuki-Skill. Mögliche Alexa Befehle sind: Aufsperren (PIN benötigt), Zusperren, Tür öffnen (PIN benötigt), Lock ‘n‘ Go (PIN benötigt), Statusabfrage, Sperrprotokoll
  • IFTTT: Über den kostenlosen Internetdienst IFTTT (If This Then That) vernetzt sich das elektronische Nuki Türschloss u.a. mit Facebook, Twitter, Philips Hue und Nest. Im eigenen Nuki-Channel bei IFTTT sind bereits vorinstallierte Anregungen zu finden, mit denen sich das Türschloss automatisieren lässt. IFTTT-Funktionen stehen allen Nutzern mit einer Nuki Bridge über die Nuki App auf dem Smartphone zur Verfügung.
  • Apple HomeKit: Apple Fans können ihr Türschloss so zum Beispiel über Siri Sprachbefehle oder per Apple Watch bedienen. 
  • Google Home Lautsprecher / Google Assistant
  • ZigBee (bald verfügbar)
  • u.v.m.

Test-Überblick: Bewertungen zum Nuki Smart Lock 2.0 im Vergleich

  • Kunden bei Amazon bewerteten das Nuki Smart Lock 2.0 mit 3,4 von 5 Sternen. (Stand: 04/2019)
  • Das PC Magazin lobte das Türschloss der ersten Generation als "gut durchdacht" und vergab 83 von 100 Punkten. (Stand: 01/2019)
  • Macwelt bewertete das smarte Türschloss nach einem viermonatigen Test positiv, hier wurde allerdings die alte Version getestet. (Stand. 02/ 2018)
  • Von av-test.org wurde das Nuki Smart Lock 1.0 Anfang 2018 mit dem Testergebnis "sehr guter Schutz" als "Geprüftes Smart Home Produkt" zertifiziert.
  • Die Zeitschrift DIY selber machen testete das elektronische Türschloss der ersten Generation Ende 2017 zwei Wochen lang und vergab anschließend die Note "gut", sowie 4 von 5 Sternen.
  • Im Test von netzwelt.de wurde Nuki 1.0 als  "interessanter Schlossaufsatz" gelobt, aber für seine zu lauten Schließvorgänge kritisiert. Insgesamt erreichte es dort 7,2 von 10 Punkten. (Stand. 10/2016)
  • Die CHIP-Redaktion urteilte nach dem Test zur Version 2.0: "Das Nuki Smart Lock macht wirklich den Alltag leichter - wenn Sie die Auto-Unlock-Funktion nutzen, müssen Sie die Einkaufstüten nicht einmal mehr abstellen und kommen doch ohne Probleme in Ihre Wohnung. Nicht verschweigen wollen wir abschließend, dass ein Bluetooth-basiertes Schloss natürlich auch Risiken mit sich bringt, da es gehackt werden könnte." (Stand: 08/2016)

Die Software rund um das Nuki Smart Lock Türschloss greift auf dieselben Verschlüsselungen zurück, wie sie beim Onlinebanking genutzt werden, das System gewährt also höchste Sicherheit. Die Mechanik funktioniert per Batterie, also auch bei Stromausfall, das Gerät meldet zudem einen kritischen Batteriestand. Sollte die Internetverbindung ausfallen, kann das Nuki Smart Lock auch ausschließlich via Bluetooth gesteuert werden. Bluetooth 5 verleiht Nuki 2.0 eine höhere Reichweite, außerdem überzeugt die überholte Version des smarten Türschlosses mit tollen Funktionen wie der Kompatibilität mit HomeKit und Knaufschlössern, den bis zu 200 möglichen Zugangsberechtigungen, dem Türsensor samt neuer Funktionalität und dem Auto Unlock via Geofencing.

Preise und Verfügbarkeit Nuki Smart Lock 2.0

Das Nuki Smart Lock kostet beim Hersteller laut UVP 229 Euro, die Nuki Bridge 99 Euro. Im Paket kosten beide Komponenten zusammen 299 Euro, hier kann also gespart werden!

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homeandsmart.de Redaktion

Mit seinem Blog smarthomewelt legte Kai den Grundstein für das home&smart-Portal.  Als Vordenker und Smart Home Fan der ersten Stunde, schrieb er bereits 2014 über IoT-Trends und testete als einer der ersten deutschen Nutzer eine große Anzahl an vernetzten Geräten.  Kai begleitete als langjähriger Experte auch das home&smart-Team bei seinen ersten Schritten im Smart Home Bereich. Bis heute genießt er täglich die Vorzüge seines professionellen Smart Homes und begeistert sich für alle innovativen Dinge im Internet. Sein aktueller Fokus: Cryptowährungen.