Smart Home und Energiesparen? Welchen Einfluss hat ein Smart Home auf den Energieverbrauch?

Die Verbindung zwischen Smart Homes und Energieverbrauch ist kurios: Auf der einen Seite sind digitale Technologien auf Strom angewiesen und somit zusätzliche Verbraucher, die den Energiebedarf ankurbeln. Auf der anderen Seite ist es dank solcher Technologien möglich, den Energieverbrauch im eigenen Haushalt zu kontrollieren, zu steuern und zu minimieren. Das betrifft ganz unterschiedliche Bereiche vom Heizen über das Lüften bis hin zur Beleuchtung. Außerdem lässt sich durch Smart Homes Energie beim Wasserverbrauch, bei der Steuerung von Jalousien und bei der Alarmanlage einsparen.

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Einsparungen beim Heizen erreichen

Es gibt smarte WLAN-Thermostate, mit denen sich die Temperatur in einem Smart Home hervorragend kontrollieren lässt. Diese verfügen über Sensoren, mit denen sie aus der Ferne gesteuert werden können. Somit ist es möglich, den Thermostaten zu sagen, dass sie immer zu einer bestimmten Zeit anspringen sollen. Folglich ist morgens beim Aufstehen und abends nach der Rückkehr von der Arbeit dafür gesorgt, dass die Wohnung angenehm warm ist. Sollte es einmal zu Verzögerungen bei der Rückkehr kommen, können die Thermostate von der Ferne gesteuert und der Beginn des Heizens verschoben werden.

Wenn Optimierungen beim Heizen zum ersten mal angegangen werden, kann mit einem Smart Home eine Ersparnis von 8% erreicht werden. Wurden bereits erste Maßnahmen ergriffen, ist die Energieersparnis hingegen geringer. Praktisch ist, dass das Heizen auf unterschiedliche Zimmer angepasst werden kann. Somit ist es möglich, beim Duschen das Bad auf der gewünschten Temperatur zu halten, während die Küche erst einige Zeit später warm wird. Außerdem kann dafür gesorgt werden, dass Energieverluste über Nacht so gering wie möglich ausfallen.

Entertainment-Programm via Smart Home steuern

Die Freizeitbeschäftigungen vieler Menschen sind heutzutage digital. Einige streamen abends gerne einen Film, andere lassen sich bei der Hausarbeit Musik vorspielen. Die Spielkonsole des Nachwuchses ist mit dem Internet verbunden und erlaubt eine Kommunikation und gemeinsame Spiele mit Menschen auf der ganzen Welt. Es gibt digitale Bildschirme, die Fotos des letzten Urlaubs in wechselnder Reihenfolge präsentieren, und digitale Assistenten erleichtern viele Aufgaben des Alltags.

Es ist recht mühsam, jedes einzelne Gerät separat zu steuern und darauf zu achten, dass die optimalen Einstellungen gewählt wurden. Über ein Smart Home lässt sich das ganz zentral steuern. Die einzelnen Geräte sind miteinander vernetzt und können aufeinander zugreifen. Nutzer brauchen somit nur ein einziges mobiles Endgerät, um die Kontrolle über sämtliche Geräte und Features im Smart Home zu behalten. Außerdem haben einzelne Geräte die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Wenn ein Kühlschrank merkt, dass ein bestimmtes Lebensmittel aus ist, wird es automatisch nachbestellt. Somit ist eine größtmögliche Flexibilität bei Freizeitaktivitäten und Hausaufgaben gegeben.

​​​​​​​Beleuch​​​​​​​tung smart steuern

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In Bezug auf die Beleuchtung sind bei einem Smart Home viele Einsparpotenziale vorhanden. So kann das Licht in jedem Zimmer optimal auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Eine Lampe leuchtet nicht immer gleich hell, sondern genau so, wie die Nutzer das wünschen. Zudem lassen sich individuelle Bereiche jeweils einzeln ausleuchten. Wer am Arbeitsplatz besonders viel Licht braucht oder in einer Leseecke Licht aus einem bestimmten Winkel benötigt, kann dies bei einem Smart Home leicht einstellen. Wenn hingegen beim Fernsehen auf dem Sofa oder in einer Kuschelecke nicht so viel Licht vorhanden sein muss, kann dies ebenfalls individuell eingestellt werden.

Praktisch ist, dass die Beleuchtung von überall aus gesteuert werden kann. Nutzer müssen somit nicht aufstehen, um die Lichtverhältnisse in einem Zimmer auf die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Außerdem ist es möglich, Licht von Ferne ein- oder auszuschalten. Während Ausflügen oder eines Urlaubs ist es möglich, vorzutäuschen, dass man zu Hause ist. Das schreckt eventuelle Einbrecher ab.

​​​​​​​Energie beim Wasser einsparen

Ein großer Energieverbrauch liegt häufig beim Wasser vor. Sowohl bei der Nutzung von Wasch- und Spülmaschinen als auch beim Baden und Duschen wird viel Energie zum Aufheizen des Wassers benötigt. Durch die Wahl geeigneter, moderner Geräte kann der Verbrauch deutlich gesenkt werden. Außerdem sollte das Duschen dem Baden vorgezogen und so knapp wie möglich gehalten werden. Das spart sowohl Wasser als auch Energie.

Eine Optimierung des Energieverbrauchs beim Wasser ist über ein Smart Home leicht möglich. So lässt sich passgenau festlegen, wie warm das Wasser sein soll, das aus den Leitungen kommt. Die Nutzung verschiedener Geräte kann optimiert werden, sodass diese möglichst wenig Wasser und Energie verbrauchen. Je nach Wunsch können allgemeine Einstellungen für komplette Räume gewählt oder individuelle Maßnahmen für einzelne Verbraucher festgelegt werden.

​​​​​​​Smarte Steuerungsmöglichkeiten bei Jalousien

Ein Smart Home bietet die Möglichkeit, Jalousien intelligent zu steuern. Das bedeutet beispielsweise, dass diese zu einer festgelegten Zeit geöffnet oder geschlossen werden. Auf diese Weise kommt morgens beispielsweise früh Tageslicht in die Wohnung, sodass nicht mehr so viel Strom für Lampen verbraucht werden muss. Ebenso können Jalousien dafür sorgen, dass Wärme nicht so leicht nach außen dringt. Gerade im Winter ist es so möglich, den Energieverlust zu minimieren und dafür zu sorgen, dass Energie eingespart wird.

Des Weiteren sollten Jalousien in das Sicherheitskonzept eines Hauses integriert werden. Diese können regelmäßig geöffnet und geschlossen werden, um vorzugeben, dass man zu Hause ist. Gerade während längerer Abwesenheiten ist das entscheidend. Die Jalousien sollten aber nicht immer zur selben Zeit geöffnet und geschlossen werden, da dies ebenfalls verdächtig wirkt. Je individueller und unberechenbarer die gewählten Einstellungen sind, desto besser schützen sie vor potenziellen Einbrechern.

​​​​​​​Sicherheit durch eine Alarmanlage kostet Energie

In nahezu jedes Smart Home ist eine Alarmanlage integriert. Diese hat die Aufgabe, das Gebäude und das umliegende Grundstück bestmöglich zu schützen. Hierdurch soll es Einbrechern erschwert werden, unbemerkt an ein Haus zu gelangen und in dieses einzusteigen. Häufig werden Bewegungsmelder, Sensoren und Kameras eingesetzt, um eine größtmögliche Sicherheit zu erreichen. Wichtig ist jedoch, nicht einfach willkürlich Einzelmaßnahmen zu nutzen, sondern ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten und schrittweise umzusetzen.

Durch die Nutzung einer Alarmanlage steigt der Energieverbrauch. Verschiedene Geräte wie Kameras und Jalousien, die von Ferne gesteuert und kontrolliert werden können, benötigen eine Menge Strom. Auf der anderen Seite ist das Smart Home in der Lage, seinen eigenen Energiebedarf zu minimieren. Das geschieht beispielsweise dadurch, dass Lampen oder Kameras nur dann angehen, wenn eine bestimmte Bewegung wahrgenommen wird. Das Ziel ist immer eine optimale Balance aus größtmöglicher Sicherheit und geringstmöglichem Energieverbrauch.

homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.

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