Wohnungseinbruch verhindern – darauf müssen Sie achten! Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit – diese Tipps schützen

Einbrecher heißen die dunkle Jahreszeit willkommen, denn in der Dunkelheit ist die Entdeckungsgefahr geringer. Kein Wunder, dass das Bundeskriminalamt in den Winterhalbjahren von deutlich höheren Einbruchs-Fallzahlen spricht. Die richtigen Präventionsmaßnahmen helfen, dass es bei einem Einbruchsversuch bleibt und es Kriminelle erst gar nicht bis in die Wohnung ihrer Opfer schaffen. Unsere 21 Experten-Tipps zum Einbruchsschutz helfen, Eigentum und Leben zu schützen – nicht nur in der dunklen Jahreszeit! Außerdem verraten wir, wie Sie Ihren Einbruchsschutz am besten planen, um Fördermittel zu erhalten.

Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit, da die Gefahr einer Entdeckung bei schlechten Lichtverhältnissen geringer ist

Dunkle Jahreszeit – Hochsaison für Einbrecher

Der größte Feind des Einbrechers ist die Aufmerksamkeit. Diese Gefahr ist in der dunklen Jahreszeit geringer, weshalb Bewohner in der dunklen Jahreszeit besonders auf den Einbruchsschutz achten sollten. Aber welche Sicherheits-Maßnahmen sind effektiv? Die Frage lässt sich einfach beantworten: Experten raten, den mechanischen Grundschutz an erster Stelle zu setzen. Daneben sorgen elektronische Alarmsysteme für erhöhten Komfort und zusätzlichen Schutz. Aber auch das persönliche Verhalten trägt viel dazu bei, einen Einbruch zu verhindern.

Mit unseren wichtigsten 21 Experten-Tipps sichern Sie Häuser und Wohnungen wirksam gegen Einbrecher. Viele Tipps lassen sich bereits mit kleinen Investitionen verwirklichen, unsere Ratschläge zum persönlichen Verhalten sind sogar völlig kostenlos umsetzbar – aber niemals umsonst.

Einbruchsschutz in der dunklen Jahreszeit – 7 Tipps zum mechanischen Grundschutz

Was verstehen Experten unter einem mechanischen Grundschutz? Beim mechanischen Grundschutz handelt es sich um physische Lösungen zum Einbruchsschutz, welche die beliebten Einstiegspunkte Fenster, Türen oder Terassentüren mechanisch verstärken. Dazu zählen zum Beispiel mechanische Lösungen, um Fenster, Eingangstüren oder Terrassentüren wirksam gegen Einbruch zu sichern.

Folgende 7 Tipps helfen dabei, Fenster und Türen widerstandsfähiger gegen Einbrüche zu machen:

  • Verhindern Sie mit einem Tür-Zusatzschloss, dass Trickbetrüger einen Fuß in die geöffnete Tür setzen können. Vergewissern Sie sich, dass das Tür-Zusatzschloss mit einem Schlüssel und einem Sperrbügel ausgestattet ist.
  • Achten Sie bei den Komponenten für den mechanischen Einbruchschutz auf die VdS-Zertifizierung.
  • Wechseln Sie Schutzbeschläge an Türen aus, die sich einfach abschrauben lassen.
  • Nutzen Sie am besten nur Türzylinder, die eine Sicherheitskarte sowie rechtlichen und technischen Kopierschutz bieten, um einfaches Nachmachen von Schlüsseln zu vermeiden.
  • Verwenden Sie einen Türspion, um festzustellen, wer sich vor der Tür befindet. Unbekannten Personen niemals die Tür öffnen.
  • Erhöhen Sie den mechanischen Widerstand bei Fenstern oder Terrassentüren mit Fenster-Zusatzschlössern, Gitterrostsicherungen oder Panzerriegeln.
  • Ersetzen Sie einfache Schließbleche durch einbruchhemmende Varianten mit stabilen Mauerankern.

Einbruchschutz in der dunklen Jahreszeit – 7 Tipps für elektronische Alarmsysteme

Elektronische Alarmsysteme wie Alarmanlagen oder Smart Home-Komponenten wie Tür- und Fensterkontakte bieten im Gegensatz zum mechanischen Grundschutz zusätzliche Funktionen. Die wichtigste ist die Kommunikation mit dem Besitzer: Erkennen die Sensoren, dass ein Einbrecher ein Fenster oder eine Tür geöffnet hat, erhält der Nutzer eine Nachricht auf seinem Smartphone und kann die Polizei informieren oder einen Bekannten bitten, nach dem Rechten zu sehen.

Alarmsysteme wie die Funk-Alarmanlagen ABUS Smartvest oder Secvest informieren nicht nur den Nutzer, sondern schrecken Einbrecher zusätzlich mit einem Alarmton oder einem Sirenen-Lichtsignal ab, die ihren Einbruchsversuch meist abbrechen, sobald sie sich entdeckt fühlen.

Moderne Systeme wie das ABUS Secvest Alarm-System bieten zudem mechatronischen Einbruchschutz. Das bedeutet, die Intelligenz der Alarmanlage arbeitet mit den Komponenten des mechanischen Einbruchsschutzes zusammen, die nicht nur physischen Widerstand bieten, sondern zusätzlich mit elektrischen Sensoren ausgestattet sind.

Kombi-Alarmgeräte vereinen mehrere Schutzfunktionen in einem Gerät. Sinnvoll sind zum Beispiel Sicherheitskameras für den Außenbereich, die mit einem Flutlicht sowie Alarmfunktion ausgestattet sind. Die ABUS WLAN Akku Überwachungskamera ist wetterfest und arbeitet mit Akku, sodass Nutzer keine aufwendigen elektrischen Anschlussarbeiten im Außenbereich vornehmen müssen. Das System schlägt auch bei Dunkelheit und Dämmerlicht präzise an, sobald sich ungebetene Gäste in den 120 Grad Erfassungsbereich der Cam bewegen. Dank Full HD, Weißlicht-LED und Low-Light-Funktion erhält man dabei sogar nachts detailreiche und klare Farbbilder. In der Basisstation, die für die nötige Funkreichweite sorgt und im Hausinneren angeschlossen wird, steckt die Speicherkarte und nicht in der außen angebrachten Kamera – dadurch ist die Speicherkarte und ihr Datenmaterial vor Diebstahl geschützt.

Smarte Überwachungskameras halten auch dann die Augen offen, wenn die Bewohner von Haus und Wohnung nicht zu Hause sind. Hier haben Nutzer die Wahl zwischen Sicherheitskameras für den Innen- und Außenbereich. Soll die Kamera den Außenbereich überwachen, müssen Nutzer darauf achten, dass der Erfassungsbereich nur das eigene Privatgrundstück überwacht, um nicht gegen geltenden Datenschutz zu verstoßen. Auch im Innenbereich machen Sicherheitskameras Sinn. Von innen auf die Eingangstür gerichtet oder auf die Terrassentür und Wohnzimmerfensterfront, geben sie dem Nutzer auf dem Smartphone Bescheid, sobald sich jemand Zugang verschafft. Dieser kann sich dann das Videobild auf das Handy übertragen lassen und im Bedarfsfall die Polizei informieren.

Folgende 7 Tipps für elektronischen Alarmsysteme helfen den Einbruchschutz zu erhöhen:

  • Die Alarmanlage bei Verlassen des Hauses immer scharf stellen. Auch wenn man nur „kurz“ aus dem Haus ist. Einbrecher beobachten oft potenzielle Einbruchsobjekte, um sich zu vergewissern, dass sich niemand im Gebäude befindet.
  • Das Alarmsystem mit einer akustisch-optisch arbeitenden Sirene ausstatten, die bei einem Einbruchsversuch mit einem lauten Alarmton sowie Lichtsignalen auf sich aufmerksam macht.
  • Vor dem Kauf des Alarmsystems darauf achten, dass es über eine Notstromversorgung in Form eines Akkus verfügt, so dass es auch dann noch weiterarbeitet, wenn der Einbrecher die Stromversorgung des Hauses unterbrochen hat.
  • Gartenbereiche mit einer Spotlight-Überwachungskamera ausstatten, wie der ABUS Smart Security World WLAN-Lichtkamera. Solche Kameras bringen Licht in „dunkle Ecken“, sobald sie eine Person im Erfassungsbereich registrieren. Das schlägt Einbrecher meist in die Flucht.
  • Achten Sie auf einfache Bedienung der smarten Sicherheitslösungen. Denn nur, wenn ein smartes Sicherheitssystem einfach zu bedienen ist, wird es auch genutzt. Und nur, wenn es genutzt wird, sorgt es für den nötigen Einbruchschutz.
  • Setzten Sie auf eine nachhaltige Lösung, bei der die Komponenten langfristig mit Firmware-Updates versorgt werden, und Markenhersteller, die sich langfristig im Markt behaupten. Nur dann ist Ihre Investition geschützt und Sie haben die Möglichkeit, Ihr Sicherheitssystem bei steigendem Bedarf, um neue Komponenten zu erweitern.
  • Achten Sie darauf, dass der Hersteller für seine elektronischen Sicherheitslösungen Support anbietet, so dass Ihnen bei Fragen ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Einbruchschutz in der dunklen Jahreszeit – 7 Tipps für das persönliche Verhalten

Leichtsinn ist der beste Freund eines Einbrechers. In einer Wohnanlage die Haustüre offenlassen, weil die Müllabfuhr kommt, oder auf dem Weg zum Bäcker einfach nur kurz die Haustür hinter sich zuziehen ohne abzusperren. Meist sind es kleine Alltagssituationen, die Einbrecher geschickt für sich zu nutzen wissen. Im Spätherbst und Winter spielen Dieben zudem schlechte Lichtverhältnisse in die Hand, da Nachbarn die Personen oft nicht erkennen, die sich vor der Eingangstür befinden.

Folgende 7 Verhaltenstipps schützen vor Einbrechern:

  • Keine Hinweiszettel an Paketboten an der Eingangstür anbringen, aus denen Einbrecher auf die Abwesenheit von Bewohnern schließen können.
  • Schlüssel nicht draußen deponieren, unter Fußmatten, Blumentöpfen oder auf Fenstersimsen.
  • Bei Abwesenheit niemals Fenster gekippt lassen. Für Einbrecher sind das offene Fenster.
  • Auf fremde Personen achten, die sich in Wohnanlagen oder Nachbarschaftsgrundstücken aufhalten und verdächtig benehmen. Informieren Sie in so einem Fall die Polizei.
  • Abwesenheiten nicht in sozialen Netzwerken bekanntgeben.
  • Haustür bei Verlassen der Wohnung nicht nur hinter sich ins Schloss ziehen, sondern immer abschließen (Schlüssel drehen).
  • Bitten Sie einen Nachbarn oder eine nahestehende Person, während längerer Abwesenheitszeiten Ihren Briefkasten zu leeren. Volle Briefkästen sind für Einbrecher „Arbeitseinladungen“.

Einbruchschutz planen & KfW Förderung erhalten – darauf kommt es an

Wer den Einbruchsschutz in Haus oder Wohnung erhöhen will, kann unter bestimmten Voraussetzungen Förderungen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen.

Folgende Einbau-Maßnahmen zum Schutz vor Einbrechern sind förderungsberechtigt:

  • Nachrüstsysteme für Fenster, Balkon und Terrassentüren (z. B. Fensterstangenschlösser oder Bandseitensicherungen, Türzusatzschlösser, Querriegelschlösser)
  • Smart Home Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion
  • Alarmanlagen
  • Gefahrenwarnanlagen, wie Bewegungsmelder, Sicherheitskameras für Innen und Außen, Tür- und Fensterkontakte

Wichtig: Der Förderantrag bei der KfW muss vor Beginn der Baumaßnahme erfolgen. Die Arbeiten müssen nach der Zusage zur Förderung von der KfW von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Am besten holen Sie sich bereits während der Planungsphase Rat bei einem Hersteller von Sicherheitssystemen ein. Seriöse Sicherheits-Systemhersteller wie ABUS bieten eine Experten-Beratung und verfügen über ein bundesweites Fachpartner-Netz, dessen Mitglieder auch bei der Erstellung des KfW-Förderantrags helfen.

Ulrich Klein

Alexa-Evangelist und Digital Native. Schrieb vor seinem Start bei home&smart als freier Technikjournalist und Redakteur für verschiedene Verlage und Redaktionen, u.a. T3 (Tomorrow's Technology Today), Süddeutsche Zeitung, connect, Handy Magazin, iBusiness oder magnus.de. Spricht fließend Alexa und testet gerne Geräte, die den Alltag smarter machen, wie intelligente Lautsprecher, eBook Reader, Tablets oder Bluetooth-Kopfhörer. Spezialthemen: Smartphones, Mähroboter, Einbruchschutz.